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Frankophonie

Um Frankreich, „la douce France“, rankt ein Traum.  Ein Traum von Grösse, Ruhm, Exzellenz und Hegemonie. Die französische Nation ist als „Grande Nation“ bekannt, die französische Küche als „grande cuisine“, Paris als „la ville lumière“ und am 14. Juli feiern die Franzosen ihre „fête nationale“ zum Gedenken an den „jour de gloire“.

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Schon im Mittelalter betrachtete man Paris als das neue Athen, und fünf Jahrhunderte später nannten die Franzosen ihren König Louis XIV „le Roi-Soleil“. Wie kann sich ein Traum über so viele Jahre halten? Charles-Ferdinand Ramuz, der Schweizer Autor aus dem Kanton Waadt, wusste eine Erklärung: „Sind die Franzosen von einem Traum besessen, so genügt Ihnen dies, um daraus eine Realität werden zu lassen“. Und sind die „jardins à la française“ von Le Nôtre, dem Gärtner von Versailles, dafür nicht ein perfektes Beispiel?

Die geometrische Anordnung der französischen Gärten lässt den Drang des „esprit français“ nach Perfektion und Schönheit erkennen.

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Doch der französische Geist hat auch eine andere Seite: Im Leben der Franzosen herrscht eine gewisse Leichtigkeit, heitere Stimmung und Lebensfreude. Ein Mangel an Humor wird als Defizit gesehen. So war selbst der französische General de Gaulle nicht nur für seine Ernsthaftigkeit bekannt, sondern auch für seine Bonmots. „Comment voulez-vous gouverner un pays qui a trois cent cinquante sortes de fromages?“ sagte er einmal. („Wie wollen Sie ein Land regieren, das über 350 verschiedene Käsesorten hat?“)

Die Einheit des „esprit francais“ ist dennoch ein kleines Wunder in einem Land mit einer derartigen geographischen, ethnischen und kulturellen Vielfalt. Was also hält die Franzosen zusammen?

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Die Sprache und die Schulen, aber auch die gemeinsamen Werte der Republik unter dem Motto „Liberté, Egalité, Fraternité“. Die französische Identität ist im Willen, zusammen zu leben, begründet. Das nationale  Fussballteam stellt das wohl bekannteste Aushängeschild des heutigen Frankreichs „black, blanc, beur“ dar. Zahlreiche Prominente, die als Inkarnation des „esprit français“ gelten, stammen ursprünglich aus anderen Kulturen: Der Sänger und Schauspieler Yves Montand aus Italien, die Schauspielerin Simone Signoret - ebenso wie der frühere Erzbischof von Paris, Jean-Marie Lustiger - aus einer jüdisch-polnischen Familie, der Integrationsminister Kofi Yangnane aus Togo und  - last but not least - Präsident Nicolas Sarkozy aus Ungarn.

Der verblassende Glanz früherer Zeiten hat in der französischen Gesellschaft eine gewisse Verbitterung hinterlassen, verbunden mit der Befürchtung, die französische Sprache könnte angesichts der Dominanz des Englischen in blosser lokaler Bedeutung versinken. Gewiss, die französische Kultur, während langer Zeit Massstab für Lebensart und Denkschulen, befindet sich heute in einem tiefgreifenden Wandel. Doch dies bedeutet keineswegs, dass die Verbreitung ihrer spezifischen Werte und universellen Botschaften nicht mehr stattfände. Die französisch sprechende Bevölkerung Europas weiss, dass sie nach wie vor einer grossen Gemeinschaft frankophoner Länder angehört, mit denen sie die Werte ihrer Kultur und ihrer Sprache gemeinsam hochzuhalten vermag.

Unsere Französischkurse spiegeln die kulturelle Besonderheit Frankreichs wider und stellen diese den verschiedenen frankophonen Ländern gegenüber. Wie reagieren und positionieren sich beispielsweise die Westschweizer? Ärgern sie sich manchmal über den grossen Bruder, oder übt dieser immer noch eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf alle französischsprachigen Länder aus? Wir werden mit Hilfe einer vielfältigen Auswahl von Texten - aber auch mit Filmen, Musik, Comics und Kunst - die Sprache lernen und vertiefen.

 

Hispanidad

Unter dem Begriff der Hispanidad versteht man die Gesamtheit der spanischsprachigen Welt, aber auch eine Weltanschauung, wonach die spanischsprachige Welt eine Einheit bilde.

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Frankophonie

Um Frankreich, „la douce France“, rankt ein Traum.  Ein Traum von Grösse, Ruhm, Exzellenz und Hegemonie. Während langer Zeit galt die französische Kultur als Massstab für Lebensart und Denkschulen.

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Italianità

„Ich kann sagen, dass ich nur in Rom empfunden habe, was eigentlich ein Mensch sei. Zu dieser Höhe, zu diesem Glück der Empfindung bin ich später nie wieder gekommen“.

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