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Hispanidad

La Mezquita

Unter dem Begriff der Hispanidad versteht man sowohl die Gesamtheit der spanischsprachigen Welt, als auch das kulturelle Erbe, das dieser spanischsprachigen Welt innewohnt.

Die einheitlichen kulturellen Züge gründen, unter anderem, auf einer tiefen Religiosität einerseits, wie auch auf einer zelebrierten Sinnlichkeit andererseits. Um die Symbiose dieser Gegensätze zu verstehen, muss man eine Zeitreise unternehmen.

Das Spanische, wie das Französische und das Italienische, stammt aus dem Latein. Die Eigenheiten der Sprache bildeten sich während der acht Jahrhunderte, in denen Christen, Muslime und Hebräer auf der Iberischen Halbinsel miteinander lebten und gegeneinander kämpften. Der Kontakt mit semitischen Völkern prägte nicht nur die Sprache, sondern viele andere Aspekte des Alltags: die Architektur, den Ackerbau, und auch die Ernährung. Mandeln, Zucker und Zitrusfrüchte wurden von den Arabern nach Spanien gebracht. Das heutige spanische Mittelland wäre ohne Orangenplantagen unvorstellbar.

Don Quijote

Aus dem Arabischen nahmen die Spanier das Konzept des „heiligen Krieges" und aus dem Hebräischen dasjenige des „auserwählten Volkes". Beide Konzepte waren für die Vereinigung der Iberischen Halbinsel unter Kastilien verantwortlich, für die Durchsetzung der spanischen Sprache aus Kastilien und der katholischen Religion im Lande sowie für die Vertreibung von Arabern und Hebräern aus Spanien.

Die erotische arabisch-andalusische Literatur des Mittelalters beeinflusste die Literatur aus Kastilien und gab dieser einen hohen künstlerischen Ausdruck. Aber mit der allmählichen Durchsetzung der Idee des christlichen Ritters verlor dieser Einfluss immer mehr an Bedeutung, bis er im 16. Jahrhundert nicht mehr zu finden ist.

Eine der literarischen Figuren, die am besten die Gegensätze des Homo hispanicus verkörpern, ist der Adlige „Don Juan Tenorio". Niemand ist so geeignet wie er, um die überlaufende Sinnlichkeit eines Arabers und die gepeinigte Seele eines Christen zum Ausdruck zu bringen.

La CarabelaMit den spanischen Karavellen traff der hombre hispano in Amerika ein, und nach über drei Jahrhunderten des Zusammenlebens mit den Ureinwohnern und den aus Afrika als Sklaven verschleppten Völkern entstand ein neuer Menschentypus, der mit seinem Charakter, im Guten wie im Schlechten, den neuen Kontinent für immer prägte.

Und die selben Karavellen, die nach Amerika fuhren, kamen mit vielen wertvollen Dingen und exotischen Produkten nach Europa zurück, die im Laufe der Jahrhunderte zu grundlegenden Elementen der europäischen Küche geworden sind. Kann man sich heute viele der bekanntesten europäischen Spezialitäten ohne Kartoffeln, Peperoni, Tomaten, oder Kakao vorstellen?

LatinoaméricaZu Beginn des 21. Jahrhunderts erreichte eine grosse Zahl Einwanderer aus dem Mittelmeerraum, aus Amerika und aus Afrika die europäischen Küsten.

Einwanderer aus Lateinamerika bilden heute mit 30 Millionen Personen die grösste fremdsprachige Gemeinde in den USA.

Darum ist das Lernen und Verstehen dieser Entwicklung und der Symbiose, die all diesen Kulturen zugrunde liegen, für die Deutung der gesellschaftlichen und politischen Vorgänge in der heutigen Welt sehr hilfreich.

Mit Hilfe von literarischen Texten, Zeitungsartikeln, Dokumentationen, Filmen und musikalischem Material (Flamenco, argentinischem Tango und karibischen Rhythmen) können wir zusammen diese Reise antreten und Gemeinsamkeit und Vielfalt der „Hispanidad" kennenlernen, und auf diese Weise unser Spanisch verbessern, erweitern oder lernen, uns in dieser reichen Sprache besser auszudrücken.

 

Hispanidad

Unter dem Begriff der Hispanidad versteht man die Gesamtheit der spanischsprachigen Welt, aber auch eine Weltanschauung, wonach die spanischsprachige Welt eine Einheit bilde.

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Frankophonie

Um Frankreich, „la douce France“, rankt ein Traum.  Ein Traum von Grösse, Ruhm, Exzellenz und Hegemonie. Während langer Zeit galt die französische Kultur als Massstab für Lebensart und Denkschulen.

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Italianità

„Ich kann sagen, dass ich nur in Rom empfunden habe, was eigentlich ein Mensch sei. Zu dieser Höhe, zu diesem Glück der Empfindung bin ich später nie wieder gekommen“.

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