| Das Konzept |
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Was bedeutet „Kultur“?ut ager quamvis fertilis sine cultura fructuosus esse non potest, sic sine doctrina Die Verwendung des lateinischen Wortes „cultura“ war ursprünglich auf den Bereich der Landwirtschaft beschränkt. Gebräuchlich war es in den Wendungen „cultura agri“ (Bebauung des Ackers) oder „cultura vitis“ (Pflege des Weinstocks). Der grosse Cicero war es, der dem Wort eine metaphorische Bedeutung hinzufügte. Wie der Acker, so müsse auch der Geist bebaut und gepflegt werden, freilich nicht mit schwerem Gerät, sondern mit doctrina (Unterricht, Lehre). Noch heute reden wir in Ciceros Sinn, wenn wir von einem Menschen sagen, er sei kultiviert. Dies sagen wir von einem Menschen, der seinen Geist besonders sorgfältig gepflegt hat und als Resultat daraus über gewisse Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt. Wir reden in einem anderen Sinne von Kultur, wenn von der spanischen (Hispanidad), französischen (Frankophonie) oder italienischen (Italianità) Kultur die Rede ist. In diesem Fall ist nicht der einzelne Mensch, sondern eine bestimmte Gemeinschaft von Menschen Kulturträger. Breit gefasst, versteht man unter der Kultur einer bestimmten Gemeinschaft die Gesamtheit all dessen, was von den Menschen dieser Gemeinschaft geschaffen oder verändert wurde – im Gegensatz zu dem, was von Natur aus besteht. Was nun alles unter den Kulturbegriff fallen soll, wie und ob er zu definieren ist, ist Gegenstand philosophischer Debatten. Unbestritten ist aber, dass der Sprache eine herausragende Stellung zukommt. Daneben sind Geschichte, Kunst, Sitten und Gebräuche weitere wesentliche Bestandteile einer Kultur. Was bietet kulturgourmet.ch?Bei uns erfahren Sie Kultur. Was heisst das nun? In unseren Kursen haben Sie die Gelegenheit, ihren Geist zu bebauen und zu pflegen. Hierfür werden wir Ihnen je nach Wunsch eine der drei grossen romanischen Kulturen näherbringen. Entsprechend ihrer Bedeutung für die Kultur insgesamt ist die Vermittlung von Sprache das zentrale Anliegen unserer Kurse. Im Unterschied zu anderen Sprachschulen aber erschöpft sich dies für uns nicht in der Vermittlung der Fähigkeit, die Sprache zu verstehen, korrekt zu sprechen und zu schreiben. Für uns gehören das Lesen und Verstehen von Literatur (z.B. hier) und das Weitergeben von linguistischem Wissen ebenso zur Vermittlung von Sprache. Darüber hinaus erhalten Sie in allen unseren Kursen Einblicke in die Geschichte (z.B. hier), in die Kunst (z.B. hier) und in die Sitten und Gebräuche (z.B. hier) der jeweiligen Kultur. In den romanischen Sprachen sind die Wörter für Wissen und Geschmack etymologisch verwandt. Die Verben „saber“ (span.), „savoir“ (franz.) und „sapere“ (ital.) wie auch die Substantive „sabor“, „saveur“ und „sapore“ haben ihren Ursprung im lateinischen Verb „sapere“, das sowohl „schmecken“ als auch „wissen“ bedeuten kann. Diese etymologische Verwandtschaft, die vielleicht auch eine begriffliche ist, bauen wir in die Gestaltung unserer Kurse ein. Das Erfahren von Kultur, wie wir es verstehen, beschränkt sich nicht auf den Intellekt. Auch die Sinne werden in unseren Kursen stimuliert – durch das Degoustieren von regionalen Spezialitäten, das Hören volkstümlicher Musik, das Riechen von Düften, das Sehen von Bildern und Filmen. Im Angebot stehen drei verschiedene Kursformen in jeder Sprache (Spanisch, Französisch und Italienisch): Die einzige Voraussetzung, die Sie als Kulturgourmet mitbringen müssen, ist, Im Sprachkurs kommen klassische Unterrichtsmethoden und Lehrmittel zur Anwendung. Egal ob Sie als Anfänger Spanisch, Französisch oder Italienisch lernen möchten oder in der jeweiligen Sprache bereits über gewisse Kenntnisse verfügen: Wir haben das Richtige für Sie. Bevorzugen Sie ein massgeschneidertes Programm (u.a. auch Privatunterricht), dann schauen Sie sich unser drittes Angebot an. Hier können Sie sich direkt für einen Kurs anmelden. |
Unter dem Begriff der Hispanidad versteht man die Gesamtheit der spanischsprachigen Welt, aber auch eine Weltanschauung, wonach die spanischsprachige Welt eine Einheit bilde.
Um Frankreich, „la douce France“, rankt ein Traum. Ein Traum von Grösse, Ruhm, Exzellenz und Hegemonie. Während langer Zeit galt die französische Kultur als Massstab für Lebensart und Denkschulen.
„Ich kann sagen, dass ich nur in Rom empfunden habe, was eigentlich ein Mensch sei. Zu dieser Höhe, zu diesem Glück der Empfindung bin ich später nie wieder gekommen“.